- Newsletter per WhatsApp brauchen die WhatsApp Business Plattform, nicht nur die kostenlose App.
- Jeder Empfänger muss zugestimmt haben. Das verlangen das Gesetz und Meta selbst.
- Meta rechnet seit dem 1. Juli 2025 pro Nachricht ab. Antworten im Kundenservice sind kostenlos.
App oder Plattform?
Es gibt zwei Wege, WhatsApp im Betrieb zu nutzen. Die kostenlose WhatsApp Business App auf dem Handy und die WhatsApp Business Plattform, die Sie über einen Anbieter nutzen.
Die App ist für kleine Mengen gedacht. Sie greift regelmäßig auf das Adressbuch zu. Kontaktdaten landen dabei auf Servern in den USA [5]. Für einen Newsletter an viele Kunden ist sie nicht gemacht.
Die Plattform läuft über ein Postfach am Computer. Mehrere Mitarbeiter können gleichzeitig antworten. Ein Adressbuch-Abgleich entfällt. Mehr dazu im Artikel WhatsApp Business DSGVO konform nutzen.
Die Regeln für die Zustimmung
Werbung per WhatsApp gilt rechtlich als elektronische Post. Sie brauchen deshalb in der Praxis eine ausdrückliche Zustimmung [3]. Zusätzlich hat Meta eigene Regeln. Seit November 2024 gilt für die Zustimmung [2]:
- Klar sagen, worum es geht. Der Kunde muss verstehen, dass er Nachrichten von Ihnen bekommt.
- Den Firmennamen nennen. Er muss wissen, von wem die Nachrichten kommen.
- Das Gesetz einhalten. In Deutschland heißt das: nachweisbar und für diesen Weg.
Eine Zustimmung für Ihren E-Mail-Newsletter reicht nicht. Holen Sie die Zustimmung für WhatsApp einzeln ein [4].
So gewinnen Sie Abonnenten
- Nach dem Kauf: Auf der Dankeseite oder dem Kassenbon. Der Kunde ist gerade zufrieden.
- Vor Ort: Ein QR-Code an Tresen, Empfang oder Werkstattannahme.
- Auf der Website: Ein Knopf „Per WhatsApp informiert werden“.
- Per E-Mail an Bestandskunden: Eine Einladung an alle, die Sie per E-Mail anschreiben dürfen. Wie das geht, steht im Artikel Darf man ehemalige Kunden anschreiben?
Wichtig ist immer: Der Kunde klickt selbst. Und Sie schreiben auf, wann er zugestimmt hat.
Was eine Nachricht kostet
Die Kosten bestehen aus zwei Teilen: dem Preis Ihres Anbieters und der Gebühr von Meta.
| Art der Nachricht | Gebühr von Meta | Beispiel |
|---|---|---|
| Marketing | pro Nachricht | Angebot, Rückkehr-Monat, Aktion |
| Service | kostenlos | Antwort auf eine Frage des Kunden |
| Utility | pro Nachricht | Terminbestätigung, Versandinfo |
Seit dem 1. Juli 2025 rechnet Meta pro Nachricht ab. Service-Nachrichten sind seit November 2024 kostenlos [1]. Für eine Marketing-Nachricht in Deutschland nennt ein Anbieter rund 0,11 € [6]. Bei 500 Empfängern wären das rund 55 € pro Aussendung. Prüfen Sie die aktuelle Preisliste von Meta vor dem Start.
Was Sie schreiben sollten
WhatsApp ist privat. Hier schreiben Freunde und Familie. Ihre Nachricht sollte deshalb kurz sein und einen echten Nutzen haben.
- Erinnerungen: HU fällig, Wartung, Vertrag läuft aus.
- Neuigkeiten: neuer Kurs, Produkt wieder da, neue Öffnungszeiten.
- Angebote mit Grund: Rückkehr-Monat, Jahrestag, Saisonstart.
Und immer dabei: ein einfacher Weg, sich abzumelden. Wer „Stopp“ schreibt, bekommt keine Werbung mehr.
Häufige Fragen
Ist ein WhatsApp Newsletter erlaubt?
Ja, wenn jeder Empfänger ausdrücklich zugestimmt hat und Sie die Zustimmung nachweisen können. Ohne Zustimmung ist Werbung per WhatsApp in der Praxis nicht erlaubt.
Was kostet ein WhatsApp Newsletter?
Sie zahlen Ihren Anbieter und eine Gebühr von Meta pro Marketing-Nachricht. Antworten im Kundenservice sind kostenlos.
Kann ich einen Newsletter mit der WhatsApp Business App verschicken?
Die App ist für kleine Mengen gedacht und gleicht das Adressbuch ab. Für Newsletter an viele Kunden eignet sich die WhatsApp Business Plattform über einen Anbieter.
Wie melden sich Kunden wieder ab?
Bieten Sie in jeder Nachricht einen einfachen Weg an, zum Beispiel durch die Antwort „Stopp“. Danach bekommt der Kunde keine Werbung mehr.
Quellen
- Meta for Developers: Pricing on the WhatsApp Business Platform. developers.facebook.com
- Meta for Developers: Get opt-in for WhatsApp. developers.facebook.com
- Kanzlei Plutte: Social Media Direktnachrichten mit Werbung, aktualisiert 16.01.2026. www.ra-plutte.de
- disclaimer.de: Kundenkommunikation per WhatsApp, Newsletter und Google-Profil, 16.09.2026. disclaimer.de
- Datenschutzkanzlei: Ist WhatsApp in Unternehmen mit der DSGVO vereinbar?, aktualisiert 10.04.2025. www.datenschutzkanzlei.de
- Chatarmin: Shopify WhatsApp Integration (Preisangabe eines Anbieters). chatarmin.com